Der Blütenpollen ist zunächst das wichtigste Nahrungsmittel der Bienen - er rangiert noch vor dem Honig. Die Bienenvölker, die schon im Frühling reichlich Polenvorräte einsammeln, werden die Kräftigsten und Widerstandsfähigsten.

Unter Pollen versteht man Blütenstaub, also die männlichen Sporen von Samenpflanzen, die zur Bestäubung der weiblichen Pflanzenteile dienen. Eigentlich ist der Pollen kein Produkt, sondern ein Sammelgut der Bienen. Pollen ist die wichtigste Nährstoffquelle für Bienenlarven – und für ihre eigene Ernährung als Eiweiß- und Fettlieferant.

Im Höschen zum Bienenstock

Beim Sammeln bleibt der Blütenstaub in der Körperbehaarung der Biene hängen. Die Biene kämmt ihn aus, vermengt ihn mit Nektar und formt daraus feste Kügelchen. In Borsten an den Hinterbeinen, den sogenannten Pollenhöschen, transportiert sie ihn schließlich zum Bienenstock.

Um sich die Höschen mit Pollen zu füllen, muss eine Biene etwa eine Stunde lang sammeln. Die 20 Milligramm, die sie dabei transportieren kann, summieren sich bis zu einem Zentner, den ein Volk pro Jahr in den Stock bringt. Wenn Sie wissen, dass für 1 g Pollen etwa 14.000 größere Blütenstaubkörner nötig sind, dann bekommen Sie eine Ahnung, welcher Arbeitsaufwand hinter der Sammeltätigkeit unserer Bienen steht.

Für die Gesundheit des Menschen ist Pollen sehr wertvoll, weil er hochwertige Eiweißstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält. Sein Eiweißgehalt ist höher als der von Honig. Interessant wird Pollen auch durch seine mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die an lebenswichtigen Körperfunktionen beteiligt sind und Herz-/ Kreislauferkrankungen vorbeugen. Die drei wichtigsten sind Arachidonsäure, Linol- und Linolensäure.